Trauma und Hypnotherapie - Hypnose & Hypnotherapie Berlin
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Trauma

Trauma und Hypnotherapie

Wer ein Trauma erlitten hat, sucht meist früher oder später Hilfe; zwar kann die Psyche einmalige Traumata generell auch selbst heilen, dazu müssen die Umstände aber günstig sein. Oftmals tragen Menschen unerkannte Traumata jahrzehntelang mit sich herum ohne von ihnen überhaupt zu wissen.

Natürlich sind diese Traumata spürbar, melden sich auf die eine oder andere Weise zu Wort; wenn sie aber nicht bewusst sind, dann ist es schwer, die Symptome einzuordnen und entsprechende Hilfe zu bekommen.

Symptome nach einem Trauma können sein: Albträume, Muskelverspannungen, ein erhöhtes Angstempfinden und Schreckhaftigkeit, ein Rückzug aus sozialen Situationen, Bindungsunfähigkeit, die Schwierigkeit mit Emotionen in angemessener Weise umzugehen und einiges mehr…

Was ist ein Trauma?

Ein Trauma, und wir sprechen hier erst einmal von psychischen Trauma, geschieht, wenn eine Situation nicht in dem Moment verarbeitet werden kann, in dem sie passiert.

Was heißt das?

Wenn etwas geschieht, das über das normal alltäglich Maß hinausgeht und das uns verletzt oder uns in unserer Integrität bedroht, dann stellt unser Nervensystem auf „Notfall“ um. Jenseits der im vegetativen Nervensystem angelegten Möglichkeiten mit „Kampf“ oder „Flucht“ zu reagieren (was immerhin noch eine Reaktion und damit auch eine Abreaktion des Erlebten wäre), entscheidet sich das vegetative Nervensystem in noch weniger handhabbaren Situationen für die Variante „Erstarrung“.

Diese Reaktion können wir uns vorstellen wie der Totstellreflex eines Tieres.

Ob ein Mensch in einer traumatischen Situation tatsächlich einfriert (körperlich erstarrt, unbeweglich) oder in einer inneren Schockreaktion erstarrt, in der er eventuell weiter agiert, herumläuft, eventuell sogar seiner Arbeit nachgeht, ist unerheblich.

Die Psyche entscheidet sich in diesen Situation für ein Notfallprogramm, ähnlich einer Pausetaste.

Die Bearbeitung der Emotionen, der Gedanken, der Verletzungen und Informationen aus der traumatischen Situation werden für später aufbewahrt, da es in der Situation selbst das eigene Leben gefährden könnte.

Ein gutes Beispiel ist die Ruhe (und innere Erstarrung) der Passagiere nach dem Absturz der Boeing auf dem Hudson River in New York, den alle Insassen überlebten.

Das Potenzial an Todesangst, an Emotionen, an Reaktion wird in diesem Fall auf später verschoben, wir sehen die Passagiere einer nach dem anderen ruhig das Flugzeug verlassen.

Was eine hilfreiche Erstmaßnahme ist, wird als Dauerzustand gesundheitlich zu einem Desaster.

Das heißt: Trauma – Erleben, insbesondere innere und äußere Erstarrung müssen bearbeitet und wieder gelöst werden, so dass sie nicht unsere Gesundheit durch Spätfolgen bedrohen.

Trauma ist natürlich nicht gleich Trauma. Es gibt einmalige traumatische Situationen und traumatische Situationen, die sich über Jahre hinweg wiederholen.

Auch die Schwere der Traumata ist unterschiedlich.

Die Hypnotherapie und Hypnose achtet besonders darauf, erst einmal eine ruhige, sichere und entspannte Atmosphäre herzustellen.

Das kann, je nach Mensch und erlebtem Trauma, unterschiedlich lange dauern.

Erst wenn sich die traumatisierten inneren Anteile sicher fühlen, werden sie zur Bearbeitung bereit sein.

Manches Mal fordert das von Klienten viel Geduld mit sich; denn diese erstarrten Anteile sind Meister ihres Faches.

Sobald ihnen etwas auch nur im geringsten bedrohlich erscheint, ziehen sie sich wieder zurück.

In der Hypnotherapie und Hypnose arbeite ich daher am liebsten mit der Arbeit mit inneren Anteilen, die ich in einem weiteren Artikel genauer beschreibe.

So kann ein Teil des Klienten in seiner Ruhe und Sicherheit verweilen, während einer anderer (traumatisierter) Anteil, bearbeitet wird.

 

 

 

 

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