Bergzeit - eine Gruppentrance für Hypnose und Hypnotherapie

Diese Gruppentrance kann auch - in individualisierter Form - für Einzelstunden in der Hypnose und Hypnotherapie verwendet werden.

Der Atem trägt dich... einatmen... und aus... so dass immer wieder wenn du hineingehst in die Trance, dir der Atem eine Brücke sein kann. Eine alte Brücke, eine Brücke aus Stein, oder eine neue, geschwungene, moderne Brücke, auf der du schreitest auf dem Weg hin zu dir... in dein Land, in dein Inneres. In dein Königreich, das Reich deiner inneren Bilder.

Während du jetzt jeden einzelnen Körperteil einlädst mehr und mehr zu entspannen, wenn du allen Muskeln, die du jetzt nicht brauchst erlaubst loszulassen, von den Füßen über die Fußgelenke über die Beine, über die Hüften in deinen Bauchraum, und das Zwerchfell, Brustraum und Herz, Schultern, Schulterblätter, ganz weich geben Raum, werden weit. So dass die Arme ganz einfach schwer und weich an deinen Seiten liegen können. Muskeln, die du einlädst loszulassen und Raum zu geben, so dass dein ganzer Körper zur Ruhe kommt. Nacken, lässt los. Hals und Kiefer lassen los. Zunge weich und angenehm. Lippen weich und Wangen weich. Schläfen und Stirn, ja selbst die Nase, Nasenflügel und Nasenansatz, laden dich ein deine Entspannung zu vertiefen. Kopfhaut und Ohransätze und trittst sogar ein ins innere deines Kopfes und lädst die inneren Strukturen, die Nerven, das Gehirn ein, loszulassen, weich und angenehm. Und dich hinübertragen zu lassen in diesen schwebenden Zustand... tiefer hinein... in das Reich deiner inneren Bilder, wo du heute auf die Reise gehst die Energie der Berge kennenzulernen, wie sie dort majestätisch stehen seit Jahrhunderten, Jahrtausenden, seit Ewigkeiten, und du siehst dein Gebirge am Horizont aufblitzen unter deiner Sonne, wunderschön und einladend und bewegst dich ganz von selbst darauf zu, wie im Flug, unter dir eine Landschaft, über dir der blaue Himmel... und diese Berge vor dir... und du erinnerst dich vielleicht mithilfe deines Unbewussten an ein ganz besonders majestätisches Bild eines Bergkammes oder eines einzelnen Berges, das dir in diesem deinen Leben schon begegnete. Und wer weiß ob dort auf schneebedeckten Spitzen die Sonne glitzert oder ob es eher südlichere Gefilde waren. Du fühlst dich hingezogen zu einem dieser Berge, einem Hochplateau, einer Spitze... In dieser freien klaren Luft, wie es sich dort atmen lässt.... ah, du nutzt die Gelegenheit diese würzig klare Luft in deine Lungen zu atmen und dich anzufüllen... suchst dir ein Plätzchen, einen Ort, an dem du dich wirklich niederlassen kannst, einen Ort, der auf dich gewartet zu haben scheint und du setzt dich oder legst dich, gehst ganz in Kontakt mit diesem Berg... vertraust deinen Körper diesem Bergkörper an... spürst wie er dich trägt, hält wie er sich anbietet... genießt deinen Körper so abzulegen, abzugeben... diese feste, starke Erde unter dir, dieser freie, weite Himmel über dir, und diese besondere Atmosphäre an diesem Ort für dich zu entdecken, diese ganz besondere Vibration dieses Ortes aufzunehmen... die Festigkeit und Stabilität des Berges laden deinen Körper ein... als wenn alle Zellen ja sagen... zu dieser haltenden, freundlichen kraftvollen Festigkeit des Berges unter dir... und plötzlich macht es dir Spaß dir vorzustellen, wie groß und wie majestätisch dieser Berg tatsächlich ist... der sich unter dir erstreckt... wie massiv, wie stabil dein Körper gestützt wird von ihm und als würdest du ein wenig eins werden mit diesem Berg tauchst du ein in etwas, das ich gerne Bergzeit nenne. Denn Menschenzeit ist nur eine Zeit, die auf dieser Erde existiert und andere Lebewesen leben in anderen Zeiten, die Zeit eines Insekts ist eine andere Zeit als die Zeit einer Wolke, die Zeit eines Bachlaufs ist eine andere als die eines Berges. und noch mal eine andere als die Zeit unseres schönen Planeten Erde, auf dem du dich gerade befindest, gehalten von diesem Berg. Und du spürst diese Urzeit, langsame Zeit, in der sich Meere entwickeln und Berge verschieben. In der dieser dein Berg atmet. Eine Zeit, der ein einziges Menschenleben wenig anhaben kann. Eine Zeit, der ein ganzes Menschenjahrhundert wenig anhaben kann. Eine ganz andere Perspektive auf diese Welt, von der aus du jetzt beginnst, die Landschaft zu betrachten, die sich über, neben und unter dir erstreckt. Täler und Wiesen vielleicht am Horizont. Wälder und Flüsse vielleicht. Und vielleicht sogar irgendwo in der Ferne ein Dorf. Ganz klein, das dieser Berg schon lange betrachtet. Und du spürst wie es ist, in dieser Bergzeit, das Leben der Menschen zu betrachten, mit deinem Bergatem zu sehen, wie sie kommen und gehen, zu sehen wie sie Dinge aufbauen und wieder zerstören, sie lieben und leben, streiten, wachsen, geboren werden und sterben.

Und mit Sanftmut, die Sanftmut eines Berges betrachtest du dieses Menschenvolk mit Gütigkeit, der Gütigkeit eines Riesen betrachest du den Lauf der Dinge, wenn du magst, wenn du Lust hast, wenn du dich dazu hingezogen fühlst, darfst du aus dieser Perspektive jetzt einmal das Leben des Menschen betrachten, der jetzt auf deiner Spitze sitzt und auftankt und sich Ruhe gönnt, alles, was er schon erreicht hat auf diesem Lebenspfad, der für dich ein so kurzer ist, alles was wichtig ist für ihn, wo er seine Energie hingibt... wo er noch lernt, und noch lernen möchte... wo er sich gut entwickelt hat, wo ihm vielleicht auch Wunden geschlagen wurden... und mit deiner Gütigkeit, der Gütigkeit eines Riesen, betrachtest du diesen einen geliebten Menschen... und gibst ihm ein wenig ab von deiner Kraft... ein wenig ab von deiner Ruhe und Stabilität... von deiner Gütigkeit... gibst ihm ein wenig ab von deiner Bergzeit... deinem Bergatem... genau so...du erinnerst dich auch an dein Menschsein, an deinen Menschenatem und deine Menschenbedürfnisse... und ganz in deiner Zeit findest du dich wieder auf der Bergspitze... vielleicht verwundert wie sehr du verschmolzen bist, vielleicht mit ein wenig Dankbarkeit für diese Erfahrung... verabschiedest du dich wieder... und vielleicht merkst du jetzt, wenn du losschreitest, dass deine Schritte ein wenig anders geworden sind, ein wenig fester, ein wenig ruhiger... oder stabiler... und du nimmst mit von diesem Berg, was du mitnehmen möchtest, während du dich jetzt wieder zurückbegibst in dein Menschenleben, deinen Weg findest hin in Richtung der Dörfer und der Siedlungen der Menschen... ein paarmal tief atmest... und jetzt langsam, ganz in deiner Zeit, deinen Körper wieder findest, diesen Raum hier wieder bemerkst, mehr und mehr deinen Körper bewegst, ihn zu recken und zu strecken wie morgens beim Aufstehen... seine Länge und Ausdehnung zu spüren... und ganz zurückzukommen ins Hier und Jetzt!

Viel Spaß bei der Anwendung in Hypnose und Hypnotherapie!


Zurück zum Blog