Nada Brahma – die Welt ist Klang

Am Anfang war das Wort, nicht nur in der christlichen Kosmologie, sondern auch in den alten Kulturen Indiens, Chinas, Japans, Persiens, Ägyptens, Griechenlands und in den Mythen der nord- und mittelamerikanischen Indianer kam das Universum durch einen allesumfassenden Klang in die Existenz.

Ja, schon das Wort Universum spiegelt uns diese alte Weisheit: uni bedeutet alles, versum kann sich dabei auf das Drehen, die Bewegung, aber in seinem Bezug auf poetische und musikalische Verse eben auch auf Musik beziehen. Das erweitert die Bedeutung des Wortes Universum auf „ein Klang“, „ein Wort“. (Quelle: James D'Angelo, The Healing Power of the Human Voice).

Hinter diesem einen initiierenden Wort oder Klang steht somit zugleich die ganze Bewegung der Welt. Auch im Englischen gleichen sich die Wörter: aus dem „word“ wird unter Zugabe eines einfachen L „world“.

In den Ursprüngen liegt also der Schöpferklang, der sich von dort aus in alle Varianten und Spielarten ausbreitet.

Die Energie die dieses Universum ausmacht, bedeutet einfach nur „Bewegung“ (energia, griechisch). Das Universum ist in beständiger Bewegung, Bewegung ist Schwingung und Schwingung lässt sich wiederum auf hörbare Bereiche übertragen.

Habe sie schon einmal die Aufnahmen der Voyager-Raumfähre gehört? Weit draußen im All ist es keinenfalls still! Die Körper des Universums, pochen, trommeln, rhythmisieren... genau so sieht es auch in den Tiefen unserer Meere aus, ja selbst im Mutterbauch herrscht eine Lautstärke, die von Dr. Harvey Karp mit der eines Staubsaugers verglichen wird. Klang ist überall.

Klang und Vibration sind dasselbe, etwas muss sich hin und her bewegen, um Klang zu erzeugen. Ob dieser Klang im hörbaren Bereich liegt, darunter oder darüber, er wirkt auf unseren Körper, unsere Seele und unseren Geist.

Wenn wir uns die Physik von Schallwellen ansehen, erkennen wir, dass sie auf zwei Weisen Resonanz erzeugen können: erzwungen und aus Sympathie.

Die erzwungenen Resonanzen finden wir beispielsweise in Instrumenten: der Holzkörper einer Geige wird durch die Seiten in Schwingung versetzt, obwohl sich die Frequenzen der Objekte nicht gleichen.

Resonanz, die auf Sympathie basiert, setzt ein anderes Objekt in Schwingung, welches eine ähnliche Frequenz besitzt. So kann ein Sänger ein Glass zum Brechen bringen, indem er auf dessen eigener Schwingungsfrequenz ansetzt und sie dann überreizt.

Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, die Welt um uns herum ist Schwingung, ihre Wellen haben dabei unterschiedliche Ausprägungen, und so nehmen wir diese Schwingung mal als Klang, mal als Farbe und mal als Emotion war.

Wenn ein Instrument gut gestimmt ist, kann es die besten Klänge hervorbringen. Ähnlich ist es auch beim Energiesystem des Menschen: Durch Klangmassagen und Klangschalenmassagen kann das Körper-Geist-Seele-System wieder in Harmonie, in den sogenannten Einklang, gebracht werden.


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