Ein Schmetterling werden: Wandlungszeit mit Hypnose und Hypnotherapie

Wenn wir die Natur betrachten, sehen wir viele der grundlegenden Zyklen des Menschsein darin abgebildet, die auch in der Hypnose und Hypnotherapie immer wieder aktuell werden.

Die Metamorphose einer Raupe zu einem Schmetterling stellt eines der großen Geheimnisse der Biologie dar.

Wie verwandelt sich das kriechende Tier in ein so anderes Lebewesen, das leicht und frei durch die Lüfte schwebt?

Man weiß, dass sich im Innern der Raupe sogenannten Imaginalscheiben befinden. Diese Scheiben beinhalten ein Bild, einen Entwurf, des (hypnotherapeutisch gesprochen) Zukunfts-Ichs der Raupe, das Bild des Schmetterlings. Schon während die Raupe in der Larvenphase ihr Zeit als Kriechtier verbringt, imaginiert also tief in ihr dieser Teil ihr zukünftiges Leben.

Doch die Raupe erkennt ihr Bestimmung nicht, ihr Immunsystem wertet die Imaginalscheiben als Fremdkörper und versucht sie zu zerstören! Erst wenn sich die Raupe in den Kokon begeben hat, bricht das Immunsystem der Raupe zusammen und ihr Körper löst sich buchstäblich auf. Die Imaginalscheiben beginnen nun ihre Arbeit und erschaffen aus dem Körper der Raupe einen Schmetterling.

Raupe, Puppe und Schmetterling sind eins, sie befinden sich nur in unterschiedlichen Phasen des Seins.

Im Kokon stirbt die Raupe, um das Neue zu gebären und zu fliegen.

Auch Menschen müssen manchmal durch dieses Sterben und Geborenwerden gehen, um wirklich zu dem zu werden, als der sie gedacht sind. Es kann ein schmerzhafter Prozess voller Zweifel und Einsamkeit sein, doch ist er nötig, um ehrliche und authentische Schritte in das eigene Leben hinein zu gehen.

Die Hypnotherapie und die Hypnose helfen, diese Zukunfts-Ichs zu finden, auf die wir dann zugehen können.

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