Neues aus der Hypnose und Hypnotherapie-Praxis: Psychotherapieforschung - der Therapeut rückt in den Mittelpunkt des Interesses

Nicht nur die Hypnose und Hypnotherapie kann mittlerweile auf eine breite wissenschaftliche Fundierung blicken, auch die wissenschaftliche Psychologie hat sich seit der Mitte des letzten Jahrhunderts gründlich mit der Wirksamkeit ihrer psychotherapeutischen Ansätze beschäftigt, und ca. 1980 festgestellt, dass die untersuchten Ansätze (Psychoanalyse, Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie u.a.) alle eine ähnlichen Effekt auf die Hilfesuchenden zu haben scheinen.

Daraus entstand der Ansatz, dass es in der Psychotherapie allgemeine Wirkfaktoren geben muss, welche in jedem therapeutischen Setting vorhanden sind und maßgeblich zum Outcome (Fachwort für den Therapieerfolg, bzw. Misserfolg) beitragen.

Hier rückte zum ersten Mal auch der Therapeut als Person und nicht nur als Anwender vorgegebener Interventionen in den Mittelpunkt des Forschungsinteresses.

Man stellte fest, dass er als Person unterschiedliche Staits (situative, therapiebezogene Merkmale, wie beruflicher Hintergrund) und Traits (Persönlichkeitsmerkmale wie Alter und emotionales Wohlbefinden, nicht direkt mit dem therapeutischen Setting in Verbindung) mit sich bringt, die den Therapieverlauf beeinflussen.

Darunter unterscheiden sich wiederum die objektiven, beobachtbaren (Alter, Ausbildung) und die subjektiven, vom Therapeuten empfundenen (Einstellungen, Erwartungen).

Wer sich für die interessanten Ergebnisse der Erforschung dieser Therapeutenvariablen interessiert, kann sich gerne bei mir melden, ich versende diese dann als PDF.

Soweit möchte ich hier den für mich am interessantesten Aspekt dieser Forschung hervorheben: ein Therapeut, der sich selbst in einem stabilen emotionalen Gleichgewicht befindet, hat wesentliche bessere Erfolge mit seinen Klienten als andere. Dieses emotionale Gleichgewicht ist jedoch, wie wir heute wissen, kein unveränderbarer Faktor. Es muss beständig und in intimer, authentischer Eigenarbeit vom Therapeuten immer wieder hergestellt werden.

Er muss sich mutig und selbst-bewusst den bewegenden und bewegten Momenten seines eigenen Lebens stellen, beständig bereit, sich weiterzuentwickeln und Neues zu erkunden.

Dieses Herangehen an den eigene Beruf scheint den Therapeuten, die in Privatpraxen arbeiten, leichter zu fallen. Sie müssen sich ständig an ihrem Erfolg messen, während sogenannte Kassentherapeuten in einer Flut von zu behandelnden Klienten oftmals weder Grund noch Zeit sehen, sich auch und ganz besonders um sich selbst und das eigene Wachstum zu kümmern – obwohl die Psychotherapieforschung dies als wichtige Komponente gelungener Psychotherapie empfiehlt.

In der Hypnose und Hypnotherapie, die ich anbiete, garantiere ich eine beständige, authentische Weiterentwicklung meiner eigenen Anliegen und ein ehrliche Auseinandersetzung mit meinem Beruf, meiner Person, meinem Leben und meinen Anliegen.

zurück